Neues vom Blühstreifen

Biologie

Am Blühstreifen lassen sich dieser Tage erste Ergebnisse beobachten:

Trotz Trockenheit pulsiert hier das Leben. Während die Rasenflächen ringsum vertrocknet sind, heben sich die neu angelegten Streifen deutlich ab und zeigen reges Leben – auch wenn noch längst nicht alle ausgesäten Pflanzenarten zu beobachten sind. Keimung und Wachstum sind durch die Trockenheit nicht optimal für alle Pflanzenarten verlaufen.

Momentan fallen insbesondere die blauen Kornblumen und der weißblühende Buchweizen (ein Knöterichgewächs) ins Auge. Hier und da ist auch schon eine Malvenblüte offen, so dass gerade nach und nach auch noch ein kräftiges Violett die Farbpalette der Natur bereichert. Was für ein Gegensatz zum vertrockneten Braun der Flächen ringsum! Durch das Umbrechen des Bodens wurden auch weitere im Boden vorhandene Wildpflanzensamen zur Keimung angeregt. So finden wir die eine oder andere Kamille, den gemeinen Erdrauch und einige Storchenschnabelarten, als typische „Erstbesiedler“ dieser sogenannten Ruderalstandorte ebenfalls vor. Zahlreiche Melde-Pflanzen, die wohl zu den konkurrenzstärksten Wildpflanzen überhaupt gehören, mussten allerdings von Hand entfernt werden, da sie drohten, alle anderen zu überwuchern und somit das angestrebte Ergebnis einer möglichst hohen Vielfalt gefährdeten.

Hier ist noch einmal zu betonen, dass der Streifen nicht bewässert wurde. Man sieht einfach, dass die angesäten Blühpflanzen mit der augenblicklichen Trockenheit besser klarkommen als gemähte Gräser, sprich Rasen. Und sie überleben nicht nur, sondern dienen durch Nektar- und Pollenproduktion auch noch vielen Insekten als Nahrung, die natürlich (!) wiederum bei anderen Tieren (z.B. unseren Singvögeln) auf dem Speiseplan stehen. Die beiden Blühstreifen leisten so einen Beitrag, die Artenvielfalt im Schulgarten zu erhalten bzw. zu fördern.

Ein Beispiel, dem sich vielleicht die Gemeinde auf geeigneten öffentlichen Flächen anschließen wird?

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