Klasse 6c Besuch in der Synagoge und im Dom

16. April 2013

Mitte April machte sich die Klasse 6C auf nach Braunschweig. Unser Ziel war ein Besuch der jüdischen Synagoge und des Doms.

Wir fuhren mit der Bahn zum Hauptbahnhof, dann mit einem Bus weiter in die Nähe der Synagoge in der Steinstraße. Dort führte uns Herr Nieswand erst einmal zu einer Gedenktafel an der Außenseite der Synagoge, die auf den ersten und den neuen Bau der Synagoge hinwies.

Dann gingen wir in die Synagoge, wo uns Frau Wagner-Redding im Innenbereich begrüßte und, nachdem die Jungen eine Kopfbedeckung aufgesetzt hatten, wir den schlichten Innenraum betreten und uns auf die dortigen Stühle setzen durften. Frau Wagner-Redding informierte uns über die Synagoge, zeigte uns einen Ausschnitt einer Thorarolle und öffnete sogar für uns den Thorarollenschrank, so dass wir in das Innere schauen konnten. Dort standen vier Thorarollen, die sorgsam in einen besonderen Mantel eingeschlagen waren. Jede von ihnen hatte noch ein Metallschild und einen Zeiger mit dabei. Auf dem Schild wird der zu lesende Abschnitt des Gottesdienstes vermerkt, nur mit dem Zeiger darf man beim Lesen die Thorarollen berühren.

Nachdem wir einige Fragen geklärt hatten verabschiedeten wir uns wieder und machten uns auf den Weg zum Dom. Früh kamen wir dort an, so dass uns noch Zeit blieb, die Stadt 20 Minuten lang auf eigenen Wegen zu entdecken.

Im Dom empfing uns dann Frau Wolfram, ein Mitglied der Domführergilde, die uns viele interessante Dinge über den Dom erzählen konnte. So begann sie mit einer allgemeinen Information zum Dom, der schon über 800 Jahre alt ist. Am Grabdenkmal von Heinrich dem Löwen und seiner Frau Mathilde erläuterte sie uns dessen kunstvolle Gewerke, ganz in der Nähe davon steht der Marienaltar, der vom Bischof von Hildesheim geweiht worden ist. Die auffällige fünfte Säule dieses Altars enthält einige Reliquien, die erst bei einer Restauration im 20. Jahrhundert entdeckt wurden. Wir durften die Deckenbilder mit Hilfe eines Spiegels bestaunen und erlebten auch die Kurzandacht (Ein Vaterunser) mit. Danach gingen wir in die Unterkirche, wo echte Särge und ein Faksimile des Evangeliars Heinrichs des Löwen sind. In einer weiteren Gruft, die erst im 20. Jahrhundert angelegt wurde, waren dann die Särge von Heinrich und Mathilde zu sehen. Von Frau Wolfram und einer weiteren Mitarbeiterin wurden wir für unsere Aufmerksamkeit und Ruhe sehr gelobt. Als wir uns dann auf den Heimweg machten beeilten wir uns die richtige S-Bahn und den Zug noch zu bekommen. Mit ein paar Pizzen gestärkt haben wir es dann alle rechtzeitig wieder nach Hause geschafft.