Die Pausenspiel-AG

Pausenspiel AGDie Pausenspiel-AG wird nach dem Buddy-Prinzip durchgeführt. (Der Begriff „buddy“ kommt aus dem Amerikanischen und bedeutet „Kumpel, guter Freund“). Das Projekt bietet den durchführenden Personen die Möglichkeit, mit den Mitteln der Peergroup-Education verantwortliches und selbstwirksames Handeln zu fördern: die Kinder lernen von- und miteinander – sind füreinander da. Ziel ist es, dass Schüler und Schülerinnen verantwortungsvoll handeln und dass sie lernen, Verantwortung für sich und andere zu übernehmen.

Die Schüler und Schülerinnen werden grundsätzlich dazu angehalten, selbst zu überlegen, in welcher Form gearbeitet wird und was erarbeitet werden muss. Häufig arbeiten die AG-Teilnehmenden in Kleingruppen stellen ihre Ideen in der Gesamtgruppe vor. Es wird diskutiert und gemeinsam das Ergebnis festgelegt.

In der Praxis bedeutet diese Vorgehensweise, dass die SchülerInnen durch Anleitung faktisch die Pausenspiel-AG aufgebaut haben. Sie haben von der Festlegung, in welcher Pause die Spiele angeboten werden sollen, über die Gestaltung der Plakate, Schaffung der Spielregeln bis hin zur Erstellung des Wochenspielplanes und welche Spiele wer anbietet alles selbständig erarbeitet. In regelmäßigen Abständen reflektieren die SchülerInnen die Durchführung der Spiele, aber auch der eigenen Arbeits- und Vorgehensweise besprochen um ggf. Verbesserungen für die nächsten Angebote zu erzielen. Diese werden schriftliche von der Gruppe festgehalten.Pausenspiel AG in Aktion

Aufgrund der kontinuierlichen Auseinandersetzung mit dem eigenen Verhalten, die intensive Gruppenarbeit und die Anleitungsphasen in den Pausen entsteht mit Hilfe des Buddy-Projekts eine neue Lernkultur durch soziale Handlungskompetenz. SchülerInnen, die soziales Handeln erfolgreich und bestätigend erlebt haben, werden in ihrer Selbstwirksamkeit bestärkt. Sie erwerben ein Wissen, das aus der unmittelbaren Erfahrung erwachsen ist und ihnen als Strategie für weitere Anwendungen zur Verfügung steht.

Die Pausenspiel-AG ist eine „bewegliche“ AG. Es werden immer neue Spiele und Spielgeräte von den AG-Teilnehmenden ausgesucht, gebaut und entwickelt. Regeln müssen überprüft und ggf. verändert werden. Arbeits- und Spielphasen wechseln sich ab. In den Spielphasen probieren die AG-Teilnehmenden die Spiele selbst aus. So bleibt die Motivation erhalten, die SchülerInnen haben viel Spaß und können den anderen SchülerInnen die Spiele gut erklären.