Krippeneröffnung auf dem Meiner Marktplatz

Dass die Weihnachtsgeschichte nicht nur in romantisch verklärender Weise Jesu Geburt auf den in "himmlischer Ruh" schlafenden "holden Knaben im lockigen Haar" reduziert, sondern hochaktuelle politische Aussagen enthält wurde bei der feierlichen Eröffnung der Krippe auf dem Meiner Marktplatz deutlich. Die von Herrn Dee und Herrn Pastor Pauer gehaltene ökumenische Andacht wies auf die Parallelen der Geburtsgeschichte aus dem Lukasevangelium mit der aktuellen Situation der Kriegsflüchtlinge hin. Damals wie heute waren Menschen unterwegs und suchten in einer Notlage Schutz, den die "heilige Familie" nur in Gestalt eines Stalles fand. Jesus kam somit als Flüchtling auf die Welt. Wenn wir also "Macht hoch die Tür" singen und damit meinen, dass wir in der Adventszeit Türen und Herzen für die Ankunft Jesu symbolisch öffnen wollen, dann schließt die automatisch die Aufnahme von Hilfesuchenden mit ein. "Heimat geben durch offene Türen" ist auch eine Aussage der Weihnachtsgeschichte und für eine Gesellschaft, die sich als "christlich" bezeichnet tatsächlich "alternativlos".

Eindrucksvoll illustriert wurde dieses Thema durch das Anspiel, das Paula Manthey, Seth Kelly, Sophie Gabrysiak, Lena-Isabelle´ Zabel und Jil-Marie Langnickel aus der 8a zusammen mit Herrn Fricke ausgearbeitet haben. Anne Grahl aus der 9c sprang kurzfristig als Krankheitsvertretung für Lena-Isabelle´ ein.

Allen Beteiligten herzlichen Dank!