Umgestaltung des Schulgartens

  

In einer gemeinsamen Aktion vieler Eltern und Schüler (und mit Unterstützung der Biologie-Kollegen Holger Fricke und Christopher Nomigkeit) wurde unser Schulgarten in vielerlei Hinsicht umgestaltet, so dass nun eine breitgefächerte Nutzung durch die Schulgemeinschaft möglich ist. Das gemeinsame Arbeiten hat allen viel Spaß gemacht, beim Grillen hinterher kam es zu guten Gesprächen, die neue Ideen für weitere Aktionen hervorbrachten. Und das Ergebnis kann sich wirklich sehen lassen!

Allen Beteiligten noch einmal vielen Dank für diese tolle Aktion!

Angelegt wurden u.a. vier Klassenbeete, an denen jeweils eine Klasse gleichzeitig arbeiten kann. Hecken grenzen ein "grünes Klassenzimmer" ab, das - wenn die bestellten Bänke aufgestellt sind - sicherlich gerne für den Unterricht genutzt wird, wenn es in den Obergeschossen zu warm geworden ist. Auch für Klassenfeste bietet der Garten jetzt  eine schöne "location".

Die Nutzung des Gartens soll aber weit über die Nutzung durch Schüler hinausgehen. Er soll helfen, zu begreifen, dass wir alle in eine große Lebensgemeinschaft eingebettet sind. Oder wie Albert Schweitzer es sinngemäß formulierte: Sein Leben eingebettet inmitten von anderem Leben zu begreifen, lehrt "Ehrfurcht vor dem Leben", ohne die die Menschheit keine Zukunft hat. Somit bietet der Garten auch Raum für das Leben um uns herum:

Der aus den gesammelten Begrenzungssteinen ehemaliger Beete angelegte Steinwall bildet mit seinen zahlreichen Hohl- und Zwischenräumen und seinem "Kern" aus Laub und Reisig hoffentlich bald ein Habitat für Kleintiere aller Art. Das daneben befindliche "Insektenhotel" muss noch Stück für Stück erweitert werden, dass es möglichst vielen Insekten Nistmöglichkeit und Unterschlupf bieten kann. Die Bänke in diesem Bereich laden zum Stillwerden und Beobachten ein.

Bei den gepflanzten Obstbäumen handelt es sich um seltene, vom Aussterben bedrohte, alte lokale Obstsorten, deren Überleben hier auf der Wiese des PMG ermöglicht wird. Dr. Arne Duncker aus Meine, der als Fachmann auf diesem Gebiet selbst eine Streuobstwiese betreibt, erläuterte den interessierten Teilnehmern die Besonderheiten und Eigenarten der einzelnen Sorten. Der hintere Teil des Gartens wird künftig nur noch 2x pro Jahr gemäht werden, um sich zu einer naturnahen Streuobstwiese entwickeln zu können, die mit größer werdenden Bäumen und im Verbund mit der Begrenzungshecke vielen tausend Tier- und Pflanzenarten Lebensraum sein kann. Von der Schulgarten AG gebaute Nistkästen, die auf die Bedürfnisse unterschiedlicher Vogelarten abgestimmt sind, tragen dazu bei.  

Der Grundstein ist gelegt, wir hoffen auf eine vielfältige Nutzung und auf eine reiche Ernte in vielerlei Hinsicht. Doch mit Matthias Claudius gilt es zu bedenken:

"Wir pflügen und wir streuen den Samen auf das Land, doch Wachstum und gedeihen liegt in des Himmels Hand"

Möge Gott den Garten und die Arbeit in ihm segnen!