Freiheit für Mahadine - Briefaktion zum Tag der Menschenrechte

Am 10. Dezember war der Tag der Menschenrechte. Zu diesem Anlass hatte die Klasse 8B eine Andacht vorbereitet. Welches sind überhaupt die Menschenrechte? Wie steht es um die Einhaltung der Menschenrechte weltweit? Mit diesen und weiterführenden Fragen hatten sich die Schülerinnen und Schüler ausgiebig auseinandergesetzt. Leider, so wurde in der Andacht allen vor Augen geführt, werden die Menschenrechte in vielen Ländern missachtet. 

Nur, um ein paar Fakten aus dem letzten Bericht von Amnesty International zu nennen:

> etwa 60 Millionen Menschen waren 2016 weltweit auf der Flucht

> mehr als 36 Staaten haben die Schutzsuchenden in Länder zurückgeschickt, in denen ihnen schwere Menschenrechtsverletzungen drohten

> in 122 Ländern wurden Menschen gefoltert

> in mindestens 23 Ländern wurden Kriegsverbrechen begangen

> in mehr als 22 Ländern wurden 2016 Menschen ermordet, nur weil sie sich friedlich für ihre Rechte und die anderer eingesetzt haben

> Inhaftierungen aus politischen Gründen sind in zahlreichen Ländern vorgekommen

Amnesty International ist eine Organisation, die sich weltweit für die Einhaltung der Menschenrechte einsetzt. Jedes Jahr zum Tag der Menschenrechte wird ein Briefmarathon veranstaltet, an dem Menschen aus der ganzen Welt teilnehmen und in kurzer Zeit tausende von Briefen schreiben können. Man versucht so Druck auf Regierungen auszuüben und sie zum Handeln zu zwingen, damit Menschen freigelassen werden, die willkürlich inhaftiert worden sind.

In diesem Jahr will Amnesty International mit der Briefaktion unter anderem die Freiheit für den Menschenrechtsaktivisten Tadjadine Mahamat Babouri aus dem Tschad, auch bekannt als Mahadine, bewirken. Mahadine postete im September 2016 auf Facebook mehrere Videos. Darin kritisierte er die Korruption, den Umgang mit öffentlichen Geldern und die schlechte Wirtschaftslage im Tschad. Kurz darauf wurde er auf offener Straße festgenommen. Ihm droht nun eine lebenslange Haftstrafe.

Ein Mensch wurde inhaftiert, nur weil er in Videos auf Facebook seine Meinung gesagt hat? Traurig, aber wahr. Wir hoffen darauf, dass Mahadine seine Freiheit wiedererlangen wird und haben dazu einen kleinen Beitrag geleistet: Etwa 50 Schüler und Lehrer des PMG haben sich an dem Briefmarathon beteiligt. Diese Briefe befinden sich nun auf dem Weg in den Tschad.

Alexandra Griesing