Medienprofis von Morgen

In der Presse AG des Philipp Melanchthon Gymnasiums lernen Schülerinnen und Schüler die Grundlagen journalistischen Arbeitens

Meine –  Was ist eine Meldung? Was ein Bericht? Und was gar eine Reportage? Lauritz, Emily und Antonia kommen ganz schön ins Grübeln. Sie gehören zur Presse AG am Philipp Melanchthon Gymnasium in Meine und haben eine aktuelle Ausgabe der „Aller Zeitung“ vor sich liegen. Es ist halb drei Uhr am Nachmittag. Die Schülerinnen und Schüler studieren konzentriert die einzelnen Rubriken. Am Ende ist klar: Die Meldung ist das Ausgangsprodukt jeden journalistischen Arbeitens. Danach kommen Berichte, Bildtexte, Kommentare, Analysen und als Krönung – die Reportage.  Die Schülerinnen und Schüler  entdecken, dass eine Zeitung grundsätzlich in von Journalisten geschriebene Texte und Werbung unterteilt ist. „Mit den Anzeigen verdient die Zeitung Geld“, sagt Antonia. Papier, Redakteure, Computer, alles muss ja irgendwie bezahlt werden. So ganz nebenbei bekommen die Schülerinnen und Schüler damit auch Einblick in modernes Medienmanagement. „Ich finde es gut, dass wir hier viel selbst machen können“, sagt Antonia über die Presse AG. Sie und die anderen haben schon Meldungen und kleine Berichte zu selbst gewählten Themen verfasst, etwa über die Eröffnungsfeier im Februar oder einen Ausflug zum Tankum-See. Bald wird Antonia ihre erste Reportage schreiben, über Strandsurfen auf der Insel Borkum. Am Ende des Schuljahres 2011 / 2012 möchten die Jung-Journalisten dann ihre erste, eigene Schülerzeitung am Philipp Melanchthon Gymnasium herausbringen – ob gedruckt oder online, das ist noch offen. Und einen Namen für die Zeitung suchen sie auch noch.

PMG on Air

Indes deckt die Presse AG nicht nur den Printbereich und das Internet ab. Ebenso wichtig ist der Hörfunk. Dafür ist ein Profi, Wolfgang Stelljes vom Evangelischen Kirchenfunk Niedersachsen (EKN) eigens nach Meine gekommen. Bei ihm lernen die 11 bis 12-Jährigen, worauf es beim Radiomachen ankommt, also wie, ganz wichtig, ein Mikrofon gehalten wird und dass die gesprochenen Sätze möglichst kurz sind. In wenigen Wochen werden die ersten Hörfunkproduktionen made in Meine fertig sein und wahrscheinlich bei Radio ffn und Radio Okerwelle zu hören sein. Auf beiden Kanälen hat die Evangelische Kirche Sendeplatz, den sie selbst gestalten kann. „Auf eine gute Radiostimme kommt es auch an“, sagt Emily. Doch bevor es losgeht, müssen die Schülerinnen und Schüler eine Liste mit möglichen Themen aussuchen, interessante Interviewpartner finden und sich überlegen, wo sie, gegebenenfalls auch außerhalb des WWW,  Informationen herbekommen.