Neues vom Krokodil…

Das Krokodil geht auf Wanderschaft…

… allzu wohl schien sich das Krokodil am neuen Platz nicht zu fühlen (und das obwohl es dort endlich auch die verdiente Aufmerksamkeit und Zuneigung erhielt) , bereits zwei Spieltage später konnten Herr Gröger und Herr Busse in einem Splitpot den Wanderpokal entführen – herzlichen Glückwunsch!

Aber wie wahrscheinlich ist denn das Ganze, Herr Seeler stellt mit seinem Abiturkurs Berechungen an:

 

Frau Teufel und das Krokodil… die Zweite

Vor wenigen Wochen hielt Frau Teufels Tipperfolg das Lehrerzimmer in Atem (nachzulesen hier: https://gymnasium-meine.de/frau-teufel-und-das-krokodil/). Als die geschätzte Kollegin diesen Triumph auch noch als Zufallstreffer bezeichnete, was bei einem zielsicher getippten Sieg Bochums gegen die Bayern kaum zu glauben ist, stand Herrn Seelers Entschluss fest, seinen Mathematik-Leistungskurs im Rahmen der Wahrscheinlichkeitsrechnung mit diesem Untersuchungsgegenstand zu konfrontieren.

Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, bei vollständig zufälligem Tippverhalten das Krokodil zu gewinnen? Diese Frage stellte sich, um an dieser Stelle Missverständnissen vorzubeugen, ausschließlich und selbstverständlich aus wissenschaftlichem Interesse und keineswegs aus verletzter Spielerehre…

Tatsächlich lässt sich unter der Annahme des Ratens ein Tippschein als neunstufiges Bernoulli-Experiment bezeichnen. Das heißt, bei jedem der neun zu tippenden Spiele trifft man mit einer Wahrscheinlichkeit von exakt einem Drittel ins Schwarze (letztlich tritt entweder ein Heimsieg, Auswärtssieg oder Unentschieden ein). Da es für den Wanderpokal ausreicht, sieben der neun Spiele eines Spieltages korrekt zu tippen, sind die Wahrscheinlichkeiten für sieben, acht und neun korrekte Tipps zu addieren (Wir nehmen an dieser Stelle an, dass es an dem Spieltag keinen noch besseren Tipper gibt und sieben korrekte Tipps in jedem Fall ausreichen würden).

Es resultiert eine Wahrscheinlichkeit von sagenhaften 0,83%. Das entspricht in etwa der Wahrscheinlichkeit, in einer Woche von Montag bis Sonntag jeden Morgen nach dem Aufstehen einen Münzwurf korrekt vorherzusagen. Probiert doch gerne für die restlichen Wochen des Jahres aus, wie oft euch das gelingt.

Auch in Anbetracht der nackten Zahlen bleibt Frau Teufels Sieg also nicht weniger fulminant. Zurück blieben bei den Kursteilnehmerinnen und -teilnehmern Versuche der Erklärung. Handelte es sich gar nicht um Zufall, sondern ist Frau Teufel eine Zeitreisende mit Zugang zu einem Sport-Almanach, der die Ergebnisse sämtlicher Fußballpartien enthält? Oder verhüllt Frau Teufel ihre Expertise mit falscher Bescheidenheit?
Nüchtern besehen kann man dem Staunen all der vermeintlichen Bundesligafachleute wohl doch nur die Erkenntnis Dürrenmatts entgegenhalten: Je planmäßiger die Menschen vorgehen, desto wirksamer trifft sie der Zufall.

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