Das Spickzettel-Blog

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Hintergründe zur WM in Katar – Anna informiert über das Land und die soziale Lage:

Da ihr wahrscheinlich schon genug darüber gehört habt was bei der Fußball-WM so läuft, dachte ich mir, dass ich einfach mal nur ein paar Sachen über das Land Katar schreibe. Fangen wir damit an, dass Katar eine der schnellst wachsenden Lämder ist. Wo sie 1950 noch ca 50 Tausend Einwohner hatten, haber sie jetzt 2,7 Millionen Einwohner. Von denen sind jedoch nur etwa 10% Staatsangehörige sind. Die anderen 90% sind vorallem Gastarbeiter oder Ausländer. Katar ist eines der, zum Glück wenigen Länder, wo die Frauen fast keine Rechte haben. Wenn zum Beispiel eine Katarin mit einem Ausländer verheiratet ist, haben ihre Kinder nicht die Katarische Staatsangehörigkeit. Wenn aber ein Katarer mit einer Ausländerin verheiratet ist sind seine Kinder Katarisch. Außerdem dürfen Frauen nur in vollverschleierung nach draußen. Ohne das Einverständnis ihres Mannes/Vormund dürfen sie aber auch nicht. Männer haben in Katar die Vollmacht über ihre Frauen (In Katar dürfen Männer mit bis zu 4 Frauen gleichzeitig verheiratet sein). Sie dürfen nicht Auto fahren oder einen Job haben. Es gilt auch als Strafe für Frauen wenn sie nicht, ohne einen für den Mann angemessen Grund, mit ihm Schlafen wollen.

Auch Kinder haben es nicht sehr leicht da. So sind sie zum Beispiel ab 7 schon Strafmündig und dürfen ab 16 schon ausgepeitscht werden, nach der Scharia. Kinder von 6 – 14 Jahren haben ein Recht auf Schulbildung, wo aber deutlich mehr Jungs als Mädchen zur Schule gehen.

Das Jugendwort des Jahres

Seit 2008 wird das Jugendwort des Jahres gewählt, das erste damals war „Gammelfleischparty“ für Ü30-Partys, wer erinnert sich noch an diesen Begriff?

2022 wurde wieder gewählt und mit 43% ist der Gewinner „Smash„, dicht gefolgt von „bodenlos“ und „Macher“.

Das Wort kommt vom englischen Spiel „Smash or Pass“ , bei dem man der Reihe nach Bilder von Leuten gezeigt bekommt und dann sagt, ob man sie „smashen“, also nehmen würde oder ob man sie „passed“, also nicht nimmt. Man könnte das auch mit „Mit jemandem etwas anfangen“ übersetzen.

Als ersten Beitrag für unser neues Blog haben wir gleich ein Highlight für euch: Unser neuer Schulleiter Bastian Liebold hat unsere Redakteure zum Interview getroffen, viel Spaß!

Interview mit Herrn Liebold

Guten Tag, wie geht es Ihnen?

Danke gut

Die meisten kennen Sie ja wahrscheinlich, aber stellen Sie sich doch nochmal kurz vor…

Also meinen Namen kennt ihr ja  und ich bin seit 2015 am PMG, war vorher vier Jahre in Thailand, auch als Schulleiter, in Thailand ist auch mein Sohn geboren, der jetzt in die zweite Klasse geht und 7 Jahre alt ist und ich bin verheiratet.

Was war ihr Lieblingsfach als Schüler?

Das ist eine gute Frage, mein Lieblingsfach war tatsächlich Physik, aber erst später, in der Oberstufe. Vorher mochte ich Politik und Sport sehr gerne.

Wie finden Sie Ihren neuen Job als Schulleiter?

Bisher gefällt mir das sehr gut, vieles habe ich vorher als Stellvertreter schon gemacht, aber jetzt habe ich noch viel mehr mit verschiedenen Menschen zu tun, habe viele Gespräche, bekomme sehr viele E-Mails (noch mehr als vorher) und das macht mir bislang sehr viel Spaß.

Was gefällt Ihnen besonders gut?

Dass man sich mal überlegen kann, wohin wir mit dieser Schule wollen – woran wollen wir arbeiten, was kann man verbessern, und da arbeiten wir auch mit euch, der SV und den Eltern zusammen.

Was wollen Sie denn verändern?

Da gibt es verschiedene Dinge, mir ist es wichtig, immer weniger Papier zu verbrauchen und digitaler zu werden, es gibt aber auch andere Ziele – mich würde es freuen, wenn ihr immer selbständiger und selbstbewusster werdet und eure eigenen Ziele und Projekte verfolgt. Da könnt ihr so Sachen wie die Schülergenossenschaft selbständig und aktiv betreiben und obwohl ihr „nur“ Schüler seid, könnt ihr eine Menge bewegen. Dafür wollen wir am PMG die Rahmenbedingungen schaffen, die euch das ermöglichen.

Dann bleiben wir erstmal bei der Digitalisierung, wie soll sich das weiterentwickeln?

Beispielsweise in der Verwaltung für Lehrer, da werden viele Formulare, bspw. für Klassenfahrten, digitalisiert, dann müssen die Lehrer nicht jedes mal ins Sekretariat rennen, sondern können das von zu hause aus erledigen. Oder wenn ich an euch denke, zum Beispiel so etwas wie die kürzlich durchgeführte Mensa-Umfrage, das geht digital viel schneller, da können wir eine ordentliche Feedback-Kultur aufbauen. Das ist dann auch einfacher als vorher, wo man noch mit Strichlisten durch die Gegend rennen musste. Ich bin da schon echt gespannt auf die Ergebnisse. Mein Lieblingsschlemmerfilet kommt leider ganz schlecht an, hoffentlich müssen wir das nicht streichen.

 

Sie essen ja auch oft in der Mensa, was ist denn Ihr Lieblingsessen in der Mensa und was mögen Sie nicht so?

Das ist tatsächlich das genannte Schlemmerfilet, wenn das auch noch eine ordentliche Kruste hat, ansonsten mag ich tatsächlich Schnitzel und die Spaghetti mit Oliven. Weniger gern mag ich das Seelachsfilet mit Tomatensauce.

Manche Schüler finden den Preis zu hoch, was sagen Sie dazu?

Also 4,20€ finde ich ehrlich gesagt nicht  zu hoch und ihr bekommt ja auch mit, dass die Preise steigen. Die Diakonie muss ja auch die ganzen Zutaten erst einkaufen. Ihr wollt ja auch nicht, dass die an der Qualität sparen und es dann nicht mehr schmeckt. Da finde ich 4.20 eigentlich sehr fair, wenn man bedenkt, dass ihr ja nicht nur das warme Essen, das auch erst zubereitet werden muss, bekommt, sondern auch noch eine Salatbar. Ich hoffe, dass wir die 4.20€ halten können, was aber bei der derzeitigen Entwicklung nicht sicher ist. Das geht auch nur zu diesem Preis, weil alle in der Mensa essen.

Wenn euch mal etwas auffällt, könnt ihr auch die Mitarbeiter direkt ansprechen.

Ziel der Umfrage ist es, Gerichte zu finden, die vielen nicht so schmecken und die dann rausnehmen, aber da ist es schwierig einen Kompromiss zu finden, weil die Geschmäcker unterschiedlich sind. Es gibt nichts, was allen schmeckt.

Ein großes Thema bei uns Schülern ist der Sportunterricht, da gibt es immer wieder Verletzungen, was wird dagegen getan?

Sportunterricht ist natürlich etwas gefährlicher als Matheunterricht, weil man sich dabei bewegt, ich vertraue aber den Sportlehrern völlig, die sind da ausgebildet.

Vielen Dank für das Interview