#mehr_als_schule : Die erste AG von Schülerinnen und Schülern für Schülerinnen und Schüler – Programmieren mit C#

Romy Märtens und Tino Schaare aus dem 12. Jahrgang haben Bemerkenswertes für ein neues Format des AG-Angebots am PMG geleistet!

Ausgangspunkt war die im vergangenen Schuljahr von Frau Ketterl-Ostermeyer gegründete Programmier AG C#. Hier wurde der Einstieg in die professionelle Programmierung mit einer Windows nahen Sprache gelegt. Sowohl Romy als auch Tino waren von Anfang an sehr aktiv und erfolgreich dabei. Hochmotiviert wollten die beiden in diesem Schuljahr auch eigene Projektideen zur AG beitragen und noch weitere Schüler*innen – besonders aus dem 11. Jahrgang – für die AG begeistern. Hierbei wurde der Gedanke geboren, Schüler aktiv in den Prozess zum Aufbau einer AG einzubinden und sie explizit an der Ausgestaltung mitwirken zu lassen.

So galt es zunächst Meilensteine zu definieren, um dieses Ziel zu erreichen. Dazu wurde das Organisationsteam mit Romy Märtens, Tino Schaare und Frau Ketterl-Ostermeyer gegründet! Es traf sich freitags nachmittags – in diesen Zeiten natürlich online – und diskutierte sowohl konzeptionelle als auch didaktische Aspekte. Im Zentrum standen die Überlegungen und Gestaltungsansätze aus der Schülerperspektive.

Nach einigen intensiven Brainstorming Runden war die AG mit einem neuen Format konzipiert und das Team war überzeugt, dass die Schüler*innen des 11. Jahrgangs direkt angesprochen werden müssen. Da Romy und Tino der festen Überzeugung waren, dass nur, wenn ein Lehrer dabei ist, Aussicht auf Erfolg in dieser Sache besteht, erstellte Frau Ketterl-Ostermeyer eine Rahmenpräsentation zur Einführung mit einer Skizze des neuen Formates, Tino und Romy trugen ihre Ideen mit konkreten Beispielen bei.

Für diese Werbepräsentation stellten dann am 12. 3. 2021 dankenswerterweise Frau Christmann, Herr Dr. vom Brocke und Frau Nachtwey ganz selbstverständlich 15 Minuten ihres online Unterrichts in der 11A, der 11B und in der 11C zur Verfügung.

Nachdem Frau Ketterl-Ostermeyer das Team vorgestellt und die Ziele des neuen AG-Formates kurz skizziert hatte, wurden die Zuhörerinnen und Zuhörer mit der Vorstellung konkreter selbsterstellter C# Programme in den Bann gezogen. Die Bandbreite der Beispiele reichte von der Nutzung universeller Zellulärer Automaten, über Spiele bis hin zu mathematischen Anwendungen des Computers für Messdaten.  Zunächst zeigte Frau Ketterl-Ostermeyer das sogenannte Game of Live mit einer Animation, Romy stellte ein Programm vor, welches das Spiel Tictactoe mit User-Interaktionen simuliert und Tino zeigte die Realisation eines Optimierungsverfahrens, um eine lineare Ausgleichsfunktion für verrauschte Daten zu gewinnen.

Das Interesse der Schüler*innen des 11. Jahrgangs war geweckt, gleich meldeten zehn Schülerinnen und Schüler ihr Interesse an und auch im 12. Jahrgang haben wir weiter erfolgreich für dieses AG Format Interesse geweckt.

Nun konnte es also losgehen!

Am Freitag, den 19.3.2021, fand die 1. Sitzung der AG C# im neuen Format statt. Alle Interessierten wurden von Tino zu einem Google Meet um 14 Uhr eingeladen. An der ersten Sitzung nahmen 17 Schülerinnen und Schüler teil. Das ist großartig!

Nach der Begrüßung wurde die Gruppe geteilt: Romy nahm die Schülerinnen und Schüler des 11. Jahrgangs mit in ein anderes Meet und Tino startete mit seinen interessierten Mitschüler*innen aus der Q1. Frau Ketterl-Ostermeyer stand in beiden Räumen im Hintergrund für Fragen und Hinweise zur Verfügung.

Das Organisationsteam trifft sich dann nach den AG-Sitzungen, reflektiert die Ergebnisse und bespricht die nächsten Schritte. Dabei stehen natürlich die Erfahrungen der jungen AG-Leiter im Mittelpunkt und Planungen werden immer wieder nachjustiert. Die Begeisterung und das große Engagement sind dabei allgegenwärtig.

Vor allem auch das Interesse der Schüler*innen zeigt, wie wichtig solche zusätzlichen Angebote im Bereich des “Coding for fun” immer mehr sein werden. Im Informatikunterricht der Sekundarstufe II  kommt dieser Aspekt vor allem aufgrund der curricularen Vorgaben noch etwas zu kurz. Auch die Heterogenität der Lerngruppen im regulären Informatikunterricht wird noch auf lange Sicht gegeben sein. Umso wichtiger ist es auf der einen Seite, ein Förderangebot für Interessierte einzurichten, und andererseits so früh wie möglich altersgerechte zusätzliche Angebote auch schon ab Jahrgang 5 zu schaffen.

Wesentlich ist aber auch, die Freude an Eigeninitiative zu wecken. Selbst nicht nur etwas zu machen, sondern auch andere dafür zu gewinnen mitzumachen, sind wesentliche Eigenschaften, um sich aktiv in unserer Gesellschaft einzubringen, Verantwortung zu übernehmen und die Zukunft mitzugestalten.

Ulrike Ketterl-Ostermeyer

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